Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat im Rahmen der Berlinale eine Änderung der Richtlinien des Deutschen Filmpreises ab 2010 zugunsten der Regisseure angekündigt. “Künftig sollen beim Deutschen Filmpreis auch die Regisseure Einfluss bekommen auf die Verwendung der Preisgelder für die besten Filme. Bisher kamen die Preisgelder ausschließlich den Produzenten der ausgezeichneten Filme zugute. Künftig ist vorgesehen, dass der Regisseur des jeweils ausgezeichneten Films darüber verfügen kann, an welchen Produzenten zehn Prozent des Preisgeldes zur Herstellung eines neuen Films gegeben werden”, so Neumann, dessen Anliegen es nach eigener Aussage ist, “den herausragenden Anteil von Regisseuren an der kreativ-künstlerischen Qualität von Filmen stärker hervorzuheben”.
Das neue Verfahren, das einem Vorschlag des Bundesverband Regie (BVR) entspricht und mit der Deutschen Filmakademie abgesprochen ist, soll ab der Verleihung des Deutschen Filmpreises im kommenden Jahr umgesetzt werden. Es sieht eine Beteiligung der Regisseure an den Fördermitteln für den besten Spielfilm in Gold, Silber und Bronze sowie für den besten Kinderfilm in Gold und den besten Dokumentarfilm in Gold vor.
Der BVR Bundesverband Regie hatte in mehreren vertrauensvollen Gesprächen mit Kulturstaatsminister Neumann über Möglichkeiten einer verbesserten Förderung erfolgreicher Filmregisseure diskutiert. Nachdem eine Beteiligung der Regisseure in der Referenzmittelförderung des FFG knapp abgelehnt worden war, mehrten sich die Stimmen, Regisseure in der kulturellen Filmförderng des Deutschen Filmpreises partizipieren zu lassen.
Der BVR freut sich, dass dieser Vorschlag von Kulturstaatsminister Neumann schnell umgesetzt worden ist.
